
Als leichtes hölzernes Gebäude, einem so genannten Restaurationszelt, 1867 errichtet, diente das Kaffeehaus am Emmasee als Kaffeewirtschaft und dem Ausschank von Erfrischungen. Das Zelt erfreute sich so großer Beliebtheit, selbst im Winter, dass der Verein die Wege und Anpflanzungen verbessern ließ und der Pächter eine Küche und einen Musikpavillon anbauen durfte.

Nach einem Legat von J. H. Gräving von 30.000 Mark und der gespendeten Summe von 50.000 Mark aus Anlass der Silberhochzeit des Brauereidirektors Lambert Leisewitz entschied sich der Verein für den Abriss des „Zeltes“ und Neubau eines richtigen Kaffeehauses.
Im „Tiroler Stil“ wurde das neue Haus 1897 eröffnet und erhielt als Schenkung des Bankiers Wätjen einen Musikpavillon. 1918 mußte der auf der Deckenkonstruktion des Sommersaals stehende Turm abgebrochen werden, da er bei einem Sturm derart schwankte, dass man seinen Einsturz fürchtete.

Im 2. Weltkrieg wurde das Haus durch Brandbomben zerstört und das übrig gebliebene Holz gestohlen, so dass nur noch die Grundmauern übrig blieben. 1951 beschäftigte sich der Vorstand mit der Errichtung eines neuen Kaffeehauses, diesmal favorisiert im Stil eines niedersächsischen Bauernhauses. Erst 1960 konnte auf genügend finanzielle Rücklagen durch die Bürgerpark Tombola zurück gegriffen werden und die Planungsphase für das neue Haus im Stil der Zeit beginnen. 1964 endlich nahm das neue Kaffeehaus am Emmasee seinen Betrieb auf.